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NEWS-Blog

Sebastian Zilch - bvitg e.V.

Corona & Digitalisierung: 3 Fragen an… Sebastian Zilch

Im Interview gibt Sebastian Zilch vom bvitg e.V. eine Einschätzung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gesundheitswesen und die DMEA.

Die Corona-Pandemie gilt in vielen Bereichen als Digitalisierungsbeschleuniger. Wie sieht es im Gesundheitswesen aus?

In den vergangenen Monaten rückte die Digitalisierung im Gesundheitswesen deutlich stärker ins öffentliche Bewusstsein: Patientinnen und Patienten und Ärzteschaft gleichermaßen konnten sich von den Vorteilen von Videosprechstunden überzeugen und mit der Corona-Warn-App konnte jeder von uns einen persönlichen Beitrag zur Bekämpfung der Ausbreitung von Covid-19 beitragen.

Gleichzeitig wurde auch sichtbar, wo unser Gesundheitssystem an seine Grenzen gerät. Es wurde noch einmal deutlich: Wir müssen mehr Digitalisierung wagen. Bestes Beispiel dafür sind die Krankenhäuser, die nun mit einem eigenen Zukunftsprogramm endlich fit für eine digitalere Zukunft gemacht werden sollen.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist gekommen, um zu bleiben – und mit der DMEA bieten wir die ideale Plattform für alle, die sie heute und in Zukunft mitgestalten wollen.

Die Pandemie ging auch an der DMEA nicht spurlos vorbei. 2020 musste kurzfristig auf Digital umgestellt werden. Wie sind die Pläne für 2021?

Wir wollen im kommenden Jahr wieder eine Live-Veranstaltung ausrichten. Damit möchten wir vor allem dem Wunsch nach mehr persönlichem Austausch entsprechen, der an uns von vielen Beteiligten herangetragen wurde: von unseren Ausstellern und Partner bis hin zu unseren Besucherinnen und Besuchern. Dieser kann nicht durch digitale Formate alleine abgedeckt werden.

Oberste Priorität hat für uns bei einer Präsenzveranstaltung die Gesundheit und Sicherheit aller Teilnehmenden. Deshalb arbeiten wir derzeit bereits an verschiedenen Formaten, die auch unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln durchführbar sind. Zusätzlich hat die Messe Berlin in enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt. Darauf aufbauend wird es noch ein auf die DMEA zugeschnittenes Konzept geben, das fortlaufend an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst wird.

Auch bei einer DMEA mit Fokus auf Präsenz werden wir natürlich wie in den Vorjahren wieder digitale Elemente integrieren. So werden wir etwa ausgewählte Keynotes live übertragen oder im Nachgang online zur Verfügung stellen. Hier profitieren wir von den Erfahrungen, die wir in diesem Jahr bei der DMEA sparks, der ersten rein digitalen DMEA, sammeln konnten.

Inwiefern wird das Thema Corona im Kongressprogramm aufgegriffen?

Das Thema wird natürlich eine zentrale Rolle spielen und z. B. beim Kongress der DMEA unter dem Titel „Pandemie – erste Erfahrungen mit IT-Lösungsansätzen und –management“ an zentraler Stelle aufgegriffen.

Dort möchten wir Positivbeispielen eine Bühne geben, die zeigen wie im Gesundheitswesen mit IT-gestützten Methoden erfolgreich auf die Pandemie reagiert wurde. Etwa um Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu behandeln oder um die Pandemie besser einzudämmen und zu managen.

Doch auch über diese Session hinaus, wird uns das Thema in vielen Vorträgen und Diskussionen begegnen – schließlich berührt uns dieses Thema gerade alle, sowohl privat als auch beruflich.

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