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Presse-Information

01. April 2019

DMEA Themendossier Trends Gesundheits-IT

Von TI bis zur KI: Aktuelle Trendthemen auf der DMEA 2019

Wie kann Deep Learning und Künstliche Intelligenz (KI) zukünftig in der Gesundheitsversorgung eine Rolle spielen? Wie sehr ist das Thema Cloud-Computing im deutschen Gesundheitswesen verbreitet? Und wie ist eigentlich der aktuelle Stand bei dem Aufbau der Telematikinfrastruktur? Im Rahmen des inhaltlichen Gesamtprogamms bietet die DMEA 2019 für all diese Fragen eine Diskussions-Plattform. Zusätzlich präsentieren verschiedene Austeller, darunter auch die Goldpartner, ihre dazugehörigen, innovativen Lösungen auf der Industrieausstellung.

Nach entsprechenden Verhandlungen haben sich im September 2018 der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) auf eine Finanzierungsvereinbarung für die Ausstattungs- und Betriebskosten im Rahmen der Einführung und des Betriebs der Telematikinfrastruktur (TI) geeinigt. So soll nach dem TI-Rollout im ambulanten Sektor, der noch andauert, auch die Vernetzung zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen im stationären Sektor erfolgen. Die aktuelle Situation schätzt Uwe Eibich, Vorstandsmitglied und Leiter des Segments Telematik und eHealth-Plattform von CompuGroup Medical SE, wie folgt, ein: „Aus unserer Sicht schreitet der Rollout gut voran. Wir verzeichneten zum Jahresende 2018 rund 40.000 Installationen oder Bestellungen für unseren Konnektor bzw. TI-Anschluss. Unsere Konnektoren sind zwischenzeitlich mit mehr als 100 verschiedenen Praxissoftwaresystemen im Einsatz. Die Frist für die Anbindung der Arztpraxen bis Ende Juni ist aus unserer Sicht kein Problem, sofern die Ärzte rechtzeitig bestellen. Die sichere Lieferung und die Ausbildung der Techniker sind allerdings schon eine gewisse Herausforderung. Hier hat die CGM die meiste Erfahrung. Wir installieren übrigens auch schon in rund 50 Krankenhäusern, bisher aber nur in Ambulanzen und Abteilungen mit KBV-Förderung.“

Auch Mark Düsener, Leiter Telekom Healthcare Solutions, bestätigt den Trend zur digitalen Vernetzung: „Mit dem laufenden Rollout im Bereich Ambulanzen wird dieser Trend zunehmend ein Krankenhausthema werden. Ein weiteres Thema, bei dem das Interesse speziell im Krankenhausumfeld klar zunimmt, ist das Cloud-Computing, das in anderen Ländern schon sehr viel verbreiteter ist. International sehen wir mittlerweile einen klaren Trend hin zu zentralen KIS-Installationen, sei es aus einer Cloud im engeren Sinne oder aus dem Rechenzentrum nach Art einer Private Cloud. Das ist ein Trend, der auch in Deutschland kommen wird. Wichtig ist aber, dass wir innerhalb von Deutschland einheitliche Rahmenbedingungen benötigen, wenn wir die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben wollen. Wir haben nach wie vor eine sehr heterogene Landschaft von Krankenhausgesetzen in den unterschiedlichen Bundesländern. Daran ändert auch die europäische Datenschutzgrundverordnung zunächst einmal nichts. Es braucht den politischen Willen, das zu harmonisieren.“

Während die Harmonierung der Gesetzgebung noch diskutiert wird, zeigt die Bundesregierung bei einem anderen Thema wiederum große Willensstärke: So sollen die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) in Deutschland auf ein weltweit führendes Niveau gebracht werden. Auch André Sander, Software- Entwicklungsleiter bei ID, sieht die Potenziale von KI, mahnt jedoch an, zu differenzieren: „Künstliche Intelligenz wird aus der medizinischen Versorgung künftig nicht mehr wegzudenken sein. Aber bei den ganzen Erfolgsmeldungen, mit denen wir im Moment überhäuft werden, wird mitunter etwas sehr vereinfacht. Nicht alles lässt sich mit neuronalen Netzen und Deep Learning Algorithmen lösen. Ich denke schon, dass die KI bei der Mustererkennung mittlerweile den Menschen eingeholt hat. Das führt dazu, dass solche Algorithmen bei einigen Fragestellungen in der Bildgebung auf Facharztniveau agieren, teils sogar besser sind. Man muss aber auch die Grenzen kennen. Die Diversität der Sprache bleibt für die modernen Algorithmen ein Problem. Das gilt für die im Deutschen typischen, zusammengesetzten Substantive, aber genauso für die sprachlichen Eigenheiten unterschiedlicher medizinischer Einrichtungen, zum Beispiel unterschiedlich genutzte Abkürzungen. Auch Rechtschreibung und Grammatik können eine Herausforderung sein, zumindest bei Nicht-Muttersprachlern. Wer Analyse-Tools entwickeln will, sollte diese Grenzen kennen.“

Ausführliche Goldpartner-Interviews finden Sie auf unserer Website.

Die entsprechende Plattform für weiteren Austausch bietet die DMEA mit einem umfangreichen Programm.

Termine im Überblick

Erster DMEA-Tag (09. April 2019):

· Kongress-Session: Standards und Interoperabilität für Patientensicherheit und innovative Diagnostik und Therapie (Zeit: 09:30 - 11:00 Uhr | Ort: _Stage B, Halle 2.2)

· Kongress-Session: Zukunft der Gesundheitsversorgung (Zeit: 09:30 - 11:00 Uhr | Ort: _Stage A, Halle 1.2)

· Messeführung: Tour 1: Digital Health Innovations (Zeit: 14:30 - 15:30 Uhr | Ort: Mittelfoyer, Halle 3.2 | 4.2)

· Talk: KI in der Gesundheitsversorgung – Teil 1: Data Knows Better (Zeit: 14:30 - 15:30 Uhr | Ort: _Hub 4, Halle 4.2)

· Talk: Sprachverarbeitung und KI: Digitale Transformation beginnt bei der Informationserfassung (Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr | Ort: _Hub 2, Halle 2.2)

· Talk: TI-Finanzierung für Krankenhäuser steht: Was nun? (Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr | Ort: _Hub 1, Halle 2.2)

· Messeführung: Tour 9: Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen. Auf dem Weg in die Zukunft (Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr | Ort: Mittelfoyer, Halle 3.2 | 4.2)

Zweiter DMEA-Tag (10. April 2019):

· (Akademie-)Seminar: Künstliche Intelligenz in der Medizin (Zeit: 09:30 - 13:15 Uhr | Ort: _Raum Nightingale, Halle 1.2)

· Panel: VSDM, NFDM, eMedikationsplan…whats next? Anwendungen auf der Telematikinfrastruktur (Zeit: 13:15 - 14:15 Uhr | Ort: _Hub 4, Halle 4.2)

· Messeführung: Tour 16: Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen (Zeit: 14:30 - 15:30 Uhr | Ort: Mittelfoyer, Halle 3.2 | 4.2)

· Talk: N³: Wie kann die Digitalisierung die Arbeit im Krankenhaus verbessern? (Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr | Ort: _Hub 2, Halle 2.2)

Dritter DMEA-Tag (11. April 2019):

· Kongress-Session: Precision Medicine zum Wohl des Patienten? (Zeit: 09:30 - 11:00 Uhr | Ort: _Stage C, Halle 4.2)

· Kongress-Session: Künstliche Intelligenz für Ärzte und Patienten: Chancen und Herausforderungen für die praktische Anwendung (Zeit: 11:30 - 13:00 Uhr | Ort: _Stage C, Halle 4.2)

· Workshop: Big Data und Künstliche Intelligenz aus Sicht der Systemmedizin (Zeit: 14:30 - 15:30 Uhr | Ort: _Box, Halle 1.2)

Über die DMEA

Die DMEA löst die conhIT – Connecting Healthcare IT ab und folgt damit der strategischen Weiterentwicklung mit dem Ziel, zukünftig die gesamte digitale Versorgungskette in allen Prozessschritten abzubilden. Die DMEA wird hierfür schrittweise zur Plattform für alle digitalen Bereiche ausgebaut, die heute und in Zukunft die Akteure des Gesundheitssystems betreffen. Die DMEA richtet sich an Entscheider aus sämtlichen Bereichen der Gesundheitsversorgung – von Krankenhausgeschäftsführern und IT-Leitern über Ärzte und Pflegedienstleiter bis hin zu Gesundheitspolitikern und Experten aus Wissenschaft und Forschung. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Messe, Kongress, Akademie und Networking bietet sie den Teilnehmern und Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen und Produkte der digitalen Gesundheitsversorgung zu informieren, Kontakte in der Branche zu knüpfen und sich auf hohem Niveau fortzubilden.

Veranstalter der DMEA ist der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V., die Organisation liegt bei der Messe Berlin. Sie wird darüber hinaus in Kooperation mit den Branchenverbänden GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e.V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e.V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e.V. und CIO-UK (Chief Information Officers – Universitätsklinika) gestaltet. Die dreitägige Veranstaltung findet jedes Jahr im April auf dem Berliner Messegelände statt.

Weitere Informationen über Produkte, Themen, Veranstaltungen und Trends der Branche bietet das Health IT-Portal der bvitg Service GmbH, ein Tochterunternehmen des Bundesverbands Gesundheits-IT bvitg e.V.: www.health-it-portal.de