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Zukunft der Gesundheitsversorgung

Kongress-Session

Datum
9. April 2019

Zeit
09:30 - 11:00 Uhr

Ort
_Stage A, Halle 1.2

An Herausforderungen mangelt es den Gesundheitssystemen in Europa wahrlich nicht. Da sind zum einen die massiven Verschiebungen im demographischen Aufbau mit einer deutlichen Zunahme von Älteren und chronisch Erkrankten. Zum anderen aber auch die Chancen und Risiken durch die Individualisierung der Therapie, Genentschlüsselung, adaptierte Innovationen von Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie in der Informationstechnologie. Dies alles ist einerseits nicht umsonst zu haben und andererseits wird zunehmend hoch bis höchst qualifiziertes Personal zu deren Einsatz benötigt. Die Gefahr des sich zuspitzenden Fachkräftemangels ist, dass zwar immer mehr anspruchsvolle Arbeit da ist, im Wettbewerb der Branchen aber keiner mehr zu uns kommt. Wo und bis zu welchem Ausmaß können daher Dienstleistungen, Personalanreize und die Unterstützung durch IT, Telematik, KI und Robotik die entstehenden Lücken füllen und damit die Versprechen für die Zukunft der Gesundheitsversorgung erfüllen helfen? Was müssen wir für den Datenschutz und gegen Cybercrime tun, ohne daran zu ersticken bzw. die hochgesteckten Ziele und Erwartungen zu konterkarrieren? Daneben sind Ethik und Monetik Schlüsselparameter bzw. welches Ausmaß die Regelungswut künftig einnehmen wird oder ob diese wieder auf ein best practice-Ausmaß im internationalen Vergleich zurückgedrängt wird. Wird die Zukunft der Gesundheitsversorgung eher stärker staatlich gelenkt und zentralisiert oder noch wettbewerbsorientierter sein? Werden kleine, ländliche Versorgungsgebiete künftig wie in den Niederlanden und in Dänemark auf ihre kleinen Krankenhäusern verzichten müssen und mehr und mehr durch Großkrankenhäuser in den Metropolregionen substitutiert? Wird das entscheidende Instrument dafür die Qualität der Leistungserbringer sein und, wenn ja, wie hat das bei unseren europäischen Nachbarn funktioniert und was hat es bewirkt? Gesellschaftliche und technologische Umbrüche, wie die gegenwärtigen, sind nicht nur Risiken, sondern stellen in erster Linie Chancen dar für Debatten um Gerechtigkeit und Solidarität sowie für die Erhaltung und weitere Gestaltung einer innovativen und damit bestmöglichen Gesundheitsversorgung.

Akteure

Vorsitz:
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Prof. Dr. Andreas Goldschmidt, CEO - International Health Care Institut, Universität Trier

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Dr. Nikolai von Schroeders, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling e.V.

Vorträge

Vortrag

Referent:
Nicolas Heyer, CEO, BIOLAB Innovation GmbH

Vortrag

Referent:
Prof. Dr. Stefan Heinemann, Professor für Wirtschaftsethik, FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Universitätsmedizin Essen

Vortrag

Referent:
Dr. Philipp Daumke, Geschäftsführer, Averbis GmbH