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Erkennen und implementieren – Datenschutzrecht und künstliche Intelligenz im Health-Sektor

Vortrag

Datum
11. April 2019

Zeit
11:35 - 12:00 Uhr

Ort
_Stage C, Halle 4.2

Nach einer kurzen Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Big Data im  Gesundheitsbereich, werden die zu beachtenden datenschutzrechtlichen Anforderungen erläutert.  Insbesondere wird die korrekte Implementierung datenschutzrechtlicher Vorgaben bei der Auswahl, Einführung und Verwendung dieser Technologien praxisnah dargelegt.

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Big Data eröffnen gerade im Gesundheitssektor enorme neue Möglichkeiten. Ihr Einsatz erstreckt sich von der Diagnose bis hin zur Forschung. Die erfolgreiche Nutzung dieser Technologien geht allerdings mit der Einhaltung rechtlicher Vorgaben, insbesondere denen des Datenschutzes, einher. Diese sind bereits vor und bei der Einführung und Verwendung neuer Technologien zu durchdenken und zu integrieren. Der Vortrag wird praxisnah zu beachtende Punkte herausarbeiten und praxisnahe Lösungen aufzeigen.

Zunächst sind die relevanten datenschutzrechtlichen Aspekte zusammenzufassen, um dann ein Umsetzungskonzept für die Auswahl, Einführung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz erstellen und anwenden zu können. Dieses Umsetzungskonzept ist für jede auszuwählende, einzuführende und zu verwendende Technologie individuell umzusetzen. Dabei ist es auch wichtig, die Funktionsweise der einzusetzenden Technologie genau zu analysieren. Ebenso ist ggf. das Zusammenspiel verschiedener moderner Technologien, wie Big Data-Analysen und maschinelles Lernen, zu beachten und bei der Implementierung einzubeziehen.

Zunächst wird im Rahmen des Implementierungskonzepts ein Überblick über die wichtigsten datenschutzrechtlichen Aspekte erstellt. Besonderer Beachtung bedürfen die Punkte Zweckbindung der Datenverarbeitung, Rechtsgrundlage der Verarbeitung – insbesondere die Einwilligung der Betroffenen, Transparenz, Betroffenenrechte - insbesondere das Recht auf Löschung, ärztliches Berufsgeheimnis und der Einsatz von externen Dienstleistern. Anhand dieser Punkte wird ein Umsetzungskonzept erstellt. Dieses ermöglicht eine effiziente und handhabbare Implementierung der datenschutzrechtlichen Vorgaben bei der Einführung und Verwendung von Künstlicher Intelligenz. Für die Erstellung und Umsetzung dieses Konzepts gibt der Vortrag wertvolle und praxisnahe Hinweise.

Im Ergebnis erhalten die Zuhörer Einsicht in die datenschutzkonforme Implementierung künstlicher Intelligenz im Gesundheitsbereich. Die wichtigsten Punkte des Datenschutzes werden erläutert und ihre Umsetzung in der Praxis dargelegt. Die Zuhörer werden für das für das Thema sensibilisiert und angeleitet, Datenschutz von Anfang an beim Einsatz solcher Technologien zu beachten. Dies ist insbesondere deswegen wichtig, da mit Anwendbarkeit der Datenschutz-Grundverordnung seit dem 25.05.2018 die Bußgelder für Datenschutzverstöße nicht unerheblich gestiegen sind und gerade im Gesundheitsbereich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und ähnlicher Technologie kritisch gesehen wird, unter anderem auch aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken.

Datenschutzrechtliche und sonstige regulatorische Herausforderungen müssen frühzeitig erkannt werden. Viele Fragen sind in diesem Bereich noch nicht abschließend geklärt. Dennoch ist es wichtig, bei der Auswahl und Einführung von künstlicher Intelligenz im Gesundheitsbereich diese Aspekte frühzeitig zu beachten und entsprechend zu implementieren. Nur dann ist es möglich, das enorme Potenzial von Künstlicher Intelligenz zu nutzen.

Akteure

Referent:
Foto_Rammos_Thanos_2019

Thanos Rammos, Salary Partner, TaylorWessing