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HoloCare - ein Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen?

Vortrag

Datum
21. April 2020

Zeit
11:30 - 11:50 Uhr

Ort
_Stage A, Halle 6.2

HoloCare ist eines der weltweit ersten Innovationszentren für Mixed Reality. Kliniken, Universtäten und der Softwarehersteller Sopra Steria Consulting kooperieren dabei, um basierend auf medizinischer Evidenz sowie technischer Expertise, Mixed Reality-Anwendungen und eine Kollaborationsplattform zu entwickeln. Diese soll eine sicherere, effektivere und effizientere Behandlung bei chirurgischen Eingriffen mithilfe innovativer bildgebender Verfahren (Hologramme/HoloLense) ermöglichen. In diesem Vortrag stellt Sopra Steria Consulting das Innovationzentrum und dessen Leuchtturmprojekte vor.

HoloCare basiert auf einer Partnerschaft zwischen norwegischen Krankenhäusern, Universitäten und Sopra Steria Consulting. Sie fördert stetigen Austausch und Aufbau von Wissen zu holografischen Anwendungen im Gesundheitswesen. Grundlage zur Entwicklung der innovativen Lösung „HoloCare“ bildet die klinische Expertise der Krankenhäuser, der Bilderstellungsexpertise für Hologramme der Universitäten und technische Expertise zur Softwareentwicklung Sopra Steria Norwegen.
Gegenwärtig wurden Anwendungsfälle im Bereich der Kinderherz-, Leber- und Hüftchirurgie entwickelt. Nach der erfolgreichen Integration der HoloLens Behandlungsabläufe in Krankenhäusern in Norwegen sollen europaweite Forschungskooperationen entstehen, um weitere praxisrelevante Anwendungsfälle zu entwickeln und die Implementierung bestehender Lösungen in den Behandlungsprozess auszubauen.
Ist die Anwendung von HoloCare auch eine innovative Lösung für den deutschen Gesundheitsmarktmarkt, um bildgebende Verfahren und deren Anwendung zu transformieren?

HoloCare basiert auf drei Säulen: die Hologrammsoftware, einem „HoloCare Cloud Portal“ für Anwender der HoloLens und die „Academic Collaboration Plattform“ zur Weiterentwicklung und Forschung.
Im „HoloCare Cloud Portal“ können CT- und MRT-Bilder hochgeladen, die Hologramme sowohl erstellt als auch sicher speichert sowie aus- und bewertet werden. Neben Ferndiagnosen soll der Auswertungsprozess zukünftig KI-gestützt sein. Zudem stehen dem Anwender verschiedene Applikationen zur Verfügung, mit deren Hilfe die Operationen besser geplant und vorbereitet werden können. Die „HoloCare Academic Collaboration Platform“ dient zur Kollaborations- und Forschungszwecken um insbesondere die Anwendungsfälle und KI-basierte Auswertung der Hologramme voranzutreiben.

Die bisherige Anwendung von HoloCare in den Behandlungsprozessen in Norwegen führten zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Insbesondere zur Verkürzung der Operationszeiten durch eine zielgerichtete Planung und Vorbereitung. Bessere Behandlungsergebnisse durch präzise Diagnosen, basierend auf den holografischen Bildern sowie die Anwendung dieser im Decision-Making-Prozess. Letztlich ergaben sich auch erste Hinweise auf eine erhöhte Patientenzufriedenheit, da diese mittels der holografischen Bilder besser in den Vorbereitungsprozess eingebunden wurden. Zudem bietet die HoloLens besonders hohes Potential um die Ausbildung junger Ärzte zu transformieren. Hier können die Hologramme, entsprechende Krankheitsbilder, Implikationen und Vorgehen bei der Operation im Team visualisiert und besprochen werden.

Wir stellen Ihnen Einsatzmöglichkeiten dieser innovativen Technologie auf der DMEA vor. Unsere Experten präsentieren die weitreichenden Einsatzmöglichkeiten und berichten über praktische Erfahrungen im Umgang mit HoloCare im klinischen Alltag. Wir diskutieren mit dem Podium, inwieweit HoloCare einen Mehrwert in der deutschen Versorgung liefern kann, um die bildgebende Verfahren und deren Anwendung zu transformieren.

Akteure

Speaker:
Brun_Henrik

Dr. Henrik Brun, Facharzt für Pädiatrische Kardiologie, Universitätskrankenhaus Oslo