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Potenziale einer smarten Gesundheitsplattform für GKV und PKV-Versicherte

Vortrag

Datum
23. April 2020

Zeit
13:30 - 13:45 Uhr

Ort
_Stage B, Halle 3.2

Die Versorgung chronisch kranker Patienten ist für gesetzliche und private Krankenversicherungen häufig eine Herausforderung. Abrechnungsdaten sind häufig die einzige Grundlage, über den Gesundheitszustands eines Versicherten informiert zu sein und mit ihm in Kontakt zu kommen. Das kann sich jetzt ändern.

Das in 2020 in Kraft tretende Digitale Versorgungsgesetz (DVG) erlaubt die Verschreibung digitaler Gesundheitsanwendungen. Damit geht das Bundesministerium für Gesundheit einen nächsten Schritt in der digitalen Transformation im Gesundheitswesen. Ärzte haben dann unter anderem die Möglichkeit, ihren Patienten Gesundheits-Apps zu verschreiben. Doch was ist mit Patienten, die an mehreren Erkrankungen gleichzeitig leiden? Benötigen diese nicht dann auch vier, fünf oder gar mehr Apps parallel?

Mit einer smarten Gesundheitsplattform unterstützen gesetzliche und private Krankenversicherungen ihre Versicherten in ihrer Erkrankungssituation individuell. Sie halten einen engen Kontakt zu ihren Versicherten, indem sie über die Plattform zusätzliche Touch Points generieren. Als Versorger setzen sie ihre Versicherten in die Lage, ihre Erkrankungen selbstverantwortlich zu managen und erzielen dadurch erhebliche Mehrwerte – für den Versicherten, als auch für sich als Versicherung.

Die Plattform ist modular konzipiert. Das bedeutet, dass jedem einzelnen Versicherten nur die Inhalte der Plattform bereitgestellt werden, die den Versicherten in seiner persönlichen und aktuellen Erkrankungssituation helfen. Die Plattform bedient telemedizinische Elemente, wie das Monitoring von Vitalparametern, das Erfassen und Visualisieren der Medikation, aber auch Komponenten, welche die Gesundheitskompetenz der Versicherten steigert. Gleichzeitig dient die Plattform als Kommunikationsmedium. So kann der Nutzer persönliche Informationen mit anderen Gesundheitsakteuren, wie z. B. seinem Arzt, Therapeuten, Gesundheitscoach oder seiner Versicherung teilen oder eine direkte Kommunikation über Chat oder Videotelefonie anstoßen.
Durch die Plattformtechnologie können Inhalte und Module unendlich weiterentwickelt werden. Wesentliche Features sind folgende:

  • Multimediale Wissensvermittlung
  • Monitoring Vitalparameter
  • Medikationsmanagement und AMTS
  • Coaching und Kommunikation
  • Ziel- und Maßnahmenplanung
  • Gesundheitstagebücher
  • Risiko-Screening
  • Aktivitätstracking
  • Situationsspezifische Checklisten
  • Dateiablage und -austausch
  • Trainingsübungen
  • Pollenflug

Die Gesundheitsplattform ist bereits bei großen privaten Krankenversicherten im Einsatz. Der Use Case kann für jede Versicherung und für jeden Versicherten individuell gestaltet sein. Die dahinterstehenden Prozesse sind standardisiert, die Schnittstellen interoperabel und die generierten Daten werden auf Servern in Deutschland gesichert. Versicherte bekommen die Inhalte in einer digitalen Oberfläche – einer App – bereitgestellt. Die App steht den Nutzern jederzeit und an jedem Ort unterstützend zur Verfügung.

Die inhaltliche Konzeption sowie die fortlaufende Ausgestaltung der smarten Gesundheitsplattform übernehmen Experten der Thieme TeleCare. In Unterstützung durch den Technologiepartner m.Doc sollen zunehmend Features integriert werden, die den Nutzer auf der gesamten Patient Journey begleiten. So soll der Versicherte sowohl präventiv, als auch vorstationär, stationär und auch in Form einer Tele-Nachsorge persönlich begleitet werden.

Akteure

Speaker:
Weber_Wolfgang

Wolfgang Weber, Geschäftsführer, Thieme TeleCare GmbH