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Sicherheit durch Benchmarking und Training in der Roboter-assistierten Chirurgie

Vortrag

Datum
22. April 2020

Zeit
14:30 - 16:00 Uhr

Ort
_Stage B, Halle 3.2

Roboter werden in der Chirurgie seit vielen Jahren eingesetzt. Seit einigen Jahren tritt zunehmend die Analyse der Mensch-Technik-Interaktion und des Trainings in diesem Feld in den Vordergrund. Dies zeigen vielfältige Aktivitäten und entsprechende Kurs-Programme.

Wenige Programme oder Forschungsaktivitäten beschäftigen sich jedoch mit dem systematischen Benchmarking und der vergleichenden Analyse von roboter-assistierter Chirurgie oder deren Training.

Sebastian ist die erste Online-Plattform die videobasiertes und workflow-assistiertes Training und Benchmarking in der Chirurgie ermöglicht. Dies erlaubt insbesondere ein verbessertes Benchmarking und Training für die Robotik-assistierte Chirurgie.

 

Um die Sicherheit und die Mensch-Technik-Interaktion in der roboter-assistierten Chirurgie zu erhöhen, sind systematische Evaluationsplattformen und Trainingsprogramme nötig.

 
Die Konzeption der Plattform wurde anhand von qualitativen und quantitativen Studien erstellt. Dazu wurden Tiefeninterviews mit Experten, sowie eine Literatur- und Marktrecherche durchgeführt um die „Pains and Gains“ der Stakeholder zu entschlüsseln.

 
Auf Basis der Ergebnisse aus den o.g. „Mix-Methods“ Studien wurde die Online-Plattform Sebastian konzipiert. Das Neue an Sebastian ist die modulare und einfache Struktur, die auf chirurgischen Workflows und (anonymisierten) Patient-Cases basiert. Die ersten Interviews mit Experten haben gezeigt, dass eine Notwendigkeit für einfache und systematische Plattformen besteht. Jedoch haben die erste Studien auch gezeigt, dass die Verwendung von Sozialen Medien oder oft auch Simulatoren kritisch gesehen werden, obwohl diese seit vielen Jahrzehnten in der Community eingesetzt werden. Hier wird eher auf klassische Webplattformen oder Modelle (Humanpräparate oder Tiermodelle) zurückgegriffen, da diese oft verlässlicher oder realistischer erscheinen.


Erster Anwendungsfall ist die Analyse und Entwicklung von Trainings-Cases für ein Roboter-basiertes chirurgisches Visualisierungssystem.

 
Die 20-jährige Erfahrung des Autors in der Entwicklung von Robotern für die Chirurgie zeigt, dass bisher nur wenige dezidierte Plattformen für die Analyse und das gleichzeitige Training von sicherheitskritischen Systemen in der Chirurgie existieren. Daher verwenden Forscher und Trainer meist eigene Systeme für die Validierung bzw. Standardsysteme für Workshops und Kurse.

Bisher existiert keine einheitliche Plattform, die Anwendungen unterschiedlicher Hersteller und Entwicklungsinstitute und noch dazu unterschiedlicher chirurgischer Disziplinen miteinander vergleichbar macht. Die Forscher möchten diese Herausforderung mit einer workflow-basierten und einfach zu bedienenden Plattform lösen.

Die ersten Interviews mit Experten haben gezeigt, dass hierfür eine Notwendigkeit besteht.

 
In Zukunft werden Online-Unterstützungssystemen genutzt werden, die chirurgischen Experten erlaubt den Content und die Studien einfach und per Knopf-Druck auch am Smart Device zu steuern.

Solche Plattformen werde darüber hinaus die Forschung in der Chirurgierobotik verbessern und sind damit eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Forschung von morgen.

Danksagung:

Die Forschungsarbeiten wurden u.a. durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Projekts 869535 gefördert. Wir danken des Weiteren unseren Kooperationspartnern Prof. O. Münsterer (Mainz), Dr. C. Mehren (München), Prof. A. Cordoba (Montevideo, Uruguay), Dr. L. Panzenböck (Wien), Dr. P. Kavakebi (Innsbruck), Prof. H. Feussner (München)


Akteure

Speaker:
Korb_Werner

Prof. Dr. Werner Korb, Geschäftsführer, Vocationeers