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Vom multimedialen Archiv zur innovativen FHIR-konformen Health Content Management Plattform am Universitätsklinikum Freiburg

Vortrag

Datum
22. April 2020

Zeit
14:55 - 15:10 Uhr

Ort
_Stage A, Halle 6.2

Am Uniklinikum Freiburg wurde eine moderne Befundkommunikations- und Archivplattform basierend auf HL7 FHIR realisiert. Damit können neben Dokumenten, DICOM und multimedialen Inhalten auch strukturierte Werte eventbasiert den Zielsystemen verfügbar gemacht und über einen Universalviewer visualisiert werden.

Der Patient mit seinen Daten wird im Zentrum der medizinischen Versorgung der Zukunft stehen. Diesem Anspruch wird die aktuelle KIS Architektur mit monolithischen Systemen und proprietären Schnittstellen und Datenmodellen nicht gerecht.

Der Aufbau der Datendrehscheibe in diesem Projekt beruht maßgeblich auf dem neuen HL7 Standard FHIR. Wir haben dafür eine innovative Hybridlösung zwischen digitalem Archiv und FHIR Repository realisiert. Eine besondere Bedeutung kommt der Aufbereitung von Daten aus Legacy-Systemen zu, die vor allem über HL7 ORU oder MDM kommunizieren. Dazu wurden Konverter für HL7 v2 Datenströme in FHIR Strukturen implementiert, die auch Aufgaben der Metadatenanreicherung und Plausibilisierung übernehmen. Um HL7 FHIR erweitert, kann die Health Content Management Plattform synedra AIM nun auch die über HL7 ADT, ORM, ORU und MDM Nachrichten eingehenden strukturierten Daten verarbeiten und als FHIR Ressourcen (Patient, Encounter, Observation, Diagnostic Report und weitere) archivieren. Die ADT und ORM Nachrichten werden zusätzlich zur Steuerung des Berechtigungssystems verwendet. In Planung sind aktuell die Übernahme von Diagnosen und Prozeduren als FHIR Ressourcen aus HL7 BAR Nachrichten.

Mit diesem Konzept hat das Universitätsklinikum Freiburg eine moderne, eventbasierte Architektur mit HL7 FHIR als Datenmodell und konsequenter Integration des MIRACUM Datenintegrationszentrums auf Basis der Health Content Management Plattform synedra AIM geschaffen. Durch die Integration bestehender HL7 v2 Nachrichten und die Nutzung erprobter Archivtechnologien und IHE-Schnittstellen gelingt die Einbettung innovativer Konzepte in die bestehende KIS Architektur. Durch die konsequente Umsetzung einer komplexen Berechtigungsschicht werden die Rechte des Patienten gewahrt.

Im Universitätsklinikum Freiburg wurde mit einem FHIR-basierten Clinical Data Repository als zentraler Austauschplattform im operativen Betrieb eine Neuausrichtung der KIS Architektur vorgenommen. Diese vermittelt zwischen den Applikationen des klinischen Arbeitsplatzes, Apps und intersektoralen Netzwerken und ist die Verbindungsstelle zum MIRACUM-Datenintegrationszentrum. Dank der jetzt möglichen Integration von Behandlungs-Dashboards, Apps, KI und Decision Support Systemen erwarten wir in Zukunft eine Steigerung von Behandlungsqualität und Effizienz. Die enge Kopplung an das Datenintegrationszentrum gemäß den Konzepten der Medizininformatik-Initiative ermöglicht die wissenschaftliche Nutzung der Daten auf höchstem Niveau.


Akteure

Speaker:
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Dr. Christian Haverkamp, Leiter Stabstelle IT-Prozesse, Universitätsklinikum Freiburg

Foto_Pellizzari_Thomas_2019_sw

Dr. Thomas Pellizzari, Geschäftsführer, synedra information technologies GmbH