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Entscheidungsunterstützung – Aus der Forschung in die Routine

Workshop

Datum
20. April 2020

Zeit
13:30 - 18:00 Uhr

Ort
Hotel Aquino

Während die Dokumentation der Patientenbehandlung im Gesundheitswesen noch vor einem Jahrzehnt zu einem großen Teil papierbasiert erfolgte, ist heute ein Grad der Digitalisierung erreicht, der vielerorts "mitdenkende Patientenakten" und andere Formen der Entscheidungs­unterstützung ermöglicht. Dies kann zum Beispiel die Form von automatisierten Hinweisen auf sich verschlechternde Organfunktionen annehmen, aber auch von individualisierten, also speziell auf die Charakteristika eines bestimmten Patienten zugeschnittenen Therapie­empfehlungen. Allerdings ist hier die Vision von der Wirklichkeit oft noch weit entfernt. Mediale Darstellungen können den verzerrten Eindruck erwecken, dass "künstliche Intelligenz" bei der Behandlung von Patienten bereits heute weit verbreitet sei.

Zwar ist in zahlreichen Studien gezeigt worden, dass entscheidungsunterstützende Funktionen einen signifikanten Einfluss auf die Qualität und das Ergebnis der Behandlung haben können. Das bedeutet aber nicht, dass sie einen hohen Verbreitungsgrad in Krankenhäusern oder Arztpraxen aufweisen oder gar bereits Normalität geworden sind. Dieser Workshop soll einer Positionsbestimmung dienen und sich mit der Frage beschäftigen, wo wir heute stehen und wie man die weitere Ausbreitung dieser nutzbringenden Technologien fördern kann. Dies beinhaltet eine breite Palette von Aspekten, beispielsweise die Interoperabilität mit klinischen Dokumentationssystemen, die unterschiedlichen Formen der Repräsentation medizinischen Wissens und die Mensch-Maschine-Interaktion. Zudem sind bei intelligenten Zusatzfunktionen, die Einfluss auf Diagnostik und Therapie haben können, natürlich immer auch juristische Aspekte von herausragender Bedeutung. Auch die Frage, wie man dieses Thema an den Hochschulen verstärkt in die Lehre einbringen könnte, soll behandelt werden.

 

Diese Session wird organisiert und durchgeführt von der GMDS-Arbeitsgruppe "Wissensbasierte Systeme in der Medizin (WBS)".

Akteure

Moderation:
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Prof. Dr. Stefan Kraus, Leitung, Universität Regensburg

Mareike Przysucha, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Hochschule Osnabrück

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Prof. Dr. Cord Spreckelsen, Professor für Medizinische Informatik, Universitätsklinikum Jena