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Digitales Versorgungsgesetz – ab jetzt gibt´s Medical-APPs auf Rezept

Workshop

Datum
20. April 2020

Zeit
13:30 - 18:00 Uhr

Ort
Hotel Aquino

Apps auf Rezept, Videosprechstunden und bei Behandlungen sicheren Zugriff auf die gematik Telematikinfrastruktur (TI) – das soll das „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG vom 07.11.2019) ermöglichen. Damit erhöht das Bundesgesundheitsministerium jetzt das Tempo auf der digitalen Datenautobahn. Neben den medizinischen Apps sollen auch Impfausweise, Mutterpässe und ähnliches zukünftig digital zur Verfügung stehen. Auch andere Gesundheitseinrichtungen und -berufe wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Hebammen und Physiotherapeuten sollen sich künftig auf freiwilliger Basis und unter Erstattung der Kosten an die TI anschließen.
Apps, die als Medizinprodukte deklariert sind, können von Ärzten verschrieben und von den Krankenkassen erstattet werden. Dazu sollen u.a. Apps zählen, die Patienten bei Diabetes, Bluthochdruck, in der Schwangerschaft oder bei psychischen Erkrankungen unterstützen. Auch die Anwendung künstlicher Intelligenz in der Medizin (KI) macht rasche Fortschritte und stellt im Bereich der Medizinprodukte eine besondere Herausforderung dar. Bei der Zulassung als Medizinprodukt haben Regulierungsbehörden erkannt, dass die traditionellen Paradigmen nicht für adaptive KI und maschinelles Lernen entwickelt wurden.
Eine zentrale Aufgabe kommt dabei auf das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu: Das Institut soll ein amtliches Verzeichnis erstattungsfähiger digitaler Gesundheitsanwendungen führen und auf Antrag der Hersteller über die Aufnahme entscheiden. Dies soll ähnlich wie bei der Erstattung von neuartigen Arzneimitteln zunächst für ein Jahr in Modellprojekten erstattet werden. Wenn der „Nachweis positiver Versorgungseffekte“ dann noch nicht möglich ist, können diese Apps auch befristet in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden.
Anbieter, Entwickler, Nutzer von medizinischen APPs und andere Interessierte sind eingeladen, den aktuellen Stand der Entwicklung mit den ExpertInnen der GMDS zu diskutieren und gemeinsam entwickelte Ideen zur weiteren Gestaltung der digitalen Versorgung einzubringen.

Akteure

Moderation:
Becker_Kurt

Prof. Dr. Kurt Becker, Studiengangsleiter, APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft

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Dr. Christian Juhra, Universitätsklinikums Münster