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Anwendung des Kerndatensatzes in den Verbundprojekten CORD und POLAR

Vortrag

Datum
23. April 2020

Zeit
15:00 - 15:15 Uhr

Ort
_Raum Lovelace, Halle 2.2

In den zwei konsortiumsübergreifenden Verbundprojekten Collaboration on Rare Diseases (CORD) und POLypharmacy - Drug interActions - Risks (POLAR) im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des BMFB (MII) spielt die Bereitstellung von Daten im standardisierten Format der MII-Kerndatensatzmodule eine große Rolle für gemeinsame Auswertungen. Die Nutzung der Kerndatensatzmodule wird anhand der zwei Verbundprojekte dargestellt.
 
Zielsetzung des Verbundprojekts CORD ist es, die Sichtbarkeit der Seltenen Erkrankungen zu erhöhen, um langfristig dadurch die Versorgung verbessern zu können. CORD nutzt dabei eine Repräsentation von Seltenen Erkrankungen auf Basis von Orpha-Kennnummern. Auch Familienbeziehungen und Symptome der Erkrankungen müssen für spezifische Fragestellungen repräsentiert werden. Die Analyse der Daten muss Anonymität gewährleisten und erfolgt verteilt mit verschiedenen technischen Plattformen. Für CORD sind v. a. die Kerndatensatzmodule Patient und Diagnose wichtig.
 
Das Verbundprojekt POLAR zielt auf die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit durch Erkennung von Fehlern bei der Verschreibung von Medikamenten ab. Dabei sollen Menschen erkannt werden, für die ein besonderes Risiko eines Arzneimittelzwischenfalls durch Polymedikation oder besondere medizinische Umstände bestehen. Es wird ebenfalls nach potentiellen Arzneimittelwechselwirkungen gesucht. Im POLAR-Verbundprojekt werden dazu die Medikationsdaten aus den klinischen Informationssystemen an den Standorten in der Form des Kerndatensatzmoduls Medikation dargestellt und über zentral bereitgestellte Auswertungsverfahren an den Standorten analysiert. Die dezentralen Ergebnisse werden schließlich zentral aggregiert.

Akteure

Speaker:
Boeker_Martin

Prof. Dr. Martin Boeker, Leiter des Bereichs "Medical Data Science", Albert-Ludwigs-Universität Freiburg