Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Call for Papers für das Kongressprogramm – 16 spannende Themen!

DMEA-Kongress

Vielfältige Themen sollen durch Ihren Vortrag bereichert werden.

In 2020 werden wieder 18 spannende Themen im Kongressprogramm behandelt. Neben Zukunftsthemen wie Innovative Healthcare IT, Medizintechnik und Künstliche Intelligenz, werden auch weitere hochaktuelle Themen wie IT-Sicherheit, Medical Device Regulation oder das Gesetzgeberische Umfeld in den Kongress-Sessions vorgestellt und besprochen. Außerdem werden die Digitalisierung pflegerischer Versorgungsprozesse, die Digitalisierung für Patienten, das eRezept, FHIR, Telemedizin, Leistungserbringergeführte Akten, Geschäftsmodelle, die Strategien und Potenziale der Krankenkassen, die MI-Initiative, Investitionsdefizite zur Digitalisierung in der stationären Versorgung und die elektronische Patientenakte thematisiert.

16 Themen sind vom 14.10.2019 - 15.11.2019 im Call for Papers ausgeschrieben und Sie sind herzlich eingeladen sich für einen Vortrag zu bewerben.

Bitte lesen Sie die Hinweise zur Bewerbung

  • Die Teilnahme ist kostenfrei
  • Einreichungen können in deutscher und englischer Sprache erfolgen
  • Bitte lesen Sie die Sessionbeschreibung. Dieser können Sie die Anforderungen an das Thema und somit an Ihre Bewerbung entnehmen
  • Vorgaben an den Vortragsabstract (PDF, 99,6 kB)
  • Der Vortrag sollte ein aktuelles Projekt vorstellen, bei dem ökonomische oder qualitative Verbesserungen im Vordergrund stehen
  • Zusätzlich benötigen wir einen Lebenslauf in Textform (max. 2000 Zeichen inkl. Leerzeichen) und ein Foto (300 dpi) für Ihr Speaker-Profil
  • Der Titel des Vortrags (max. 120 Zeichen inkl. Leerzeichen) sollte den Inhalt möglichst gut beschreiben
  • Der Abstract sollte sowohl die erreichten Verbesserungen als auch die Erfahrungen bei der Umsetzung („lessons learned“) des Projekts darstellen. Beachten Sie hierzu die Vorgaben zur Abstract-Gliederung.

Bewerben Sie sich zu 16 spannenden Themen

In der Session „Innovative Healthcare IT” stehen aktuelle Innovationen aus den unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens im Vordergrund, die von technischer als auch von gesellschaftlicher Seite diskutiert werden. Innovation heißt wörtlich „Neuerung“, aber auch „Veränderung“.

Wir sind auf der Suche nach Ideen, Prozessen oder Produkten, die Gesundheitswirtschaft verändert haben oder kurz davor sind, den Markt zu durchdringen.

  • Wo stehen wir in Deutschland?
  • Gibt es Bereich, in denen wir im digitalen Gesundheitswesen als Innovatoren vorangehen?
  • Welche Ideen haben sich hier durchgesetzt und wo lohnt vielleicht auch der Blick auf die internationale Konkurrenz?

Zielgruppe: Neugierige, Experten und Einsteiger, IT-Leiter und Anwender (Ärzte, Pflegekräfte)
Schlagworte: Innovation, Veränderung, Transformation, Digitalisierung

Die Sicherstellung der kontinuierlichen Versorgung von kranken sowie pflege- und hilfebedürftigen Menschen in einem modularisierten und spezialisierten Gesundheitswesen ist vor dem Hintergrund der Zunahme chronisch kranker und multimorbider Patienten eine der zentralen Herausforderungen der aktuellen und zukünftigen Gesundheitsversorgung. Jedoch erschweren bestehende Grenzen an den Sektoren aber auch innerhalb der sektoralen Institutionen die Gesundheitsversorgung, da die Schnittstellen nach wie vor nicht geklärt und definiert sind und in der Folge Defizite in der Management- und Informationskontinuität entstehen. Komplexe pflegerische Versorgungsszenarien benötigen einen kontinuierlichen, intersektoralen (ambulant/stationär), interprofessionellen (Pflege/Medizin/andere Therapieberufe) Informationsfluss zwischen den beteiligten Akteuren, aber auch den Betroffenen bzw. Patienten, um eine möglichst sichere und effektive medizinisch-pflegerische Versorgung zu gewährleisten.

In der Session „Digitalisierung pflegerischer Versorgungsprozesse“ sollen sowohl die Herausforderungen und Hemmnisse dargestellt, als auch konkrete Lösungen vorgestellt werden, die sich in der praktischen pflegerischen Versorgung, z.B. im Überleitungs- und Entlassungsmanagement oder in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, bewährt haben und zu einer Verbesserung der (pflegerischen) Versorgungskontinuität in der Praxis beitragen. Dabei soll in der Session auch aufgezeigt werden, wie diese Praxisbeispiele digitalisierter pflegerischer Versorgungsprozesse auf andere Anwendungsbereiche übertragen werden können.

Zielgruppe: PDL, Sozialdienste, Leitungen von Pflegeeinrichtungen und -diensten, niedergelassene Ärzte
Schlagworte: digitale Pflege, ambulante Pflege, intersektorale pflegerische Versorgung, Versorgungsprozesse

Medizinische KI-Anwendungen haben in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte gemacht. Fast im Monatsrhythmus lässt die amerikanische Zulassungsbehörde FDA inzwischen KI-basierte Anwendungen zu. Auch in Deutschland sind mit der bevorstehenden Einführung der MDR und der Diskussion um verordnungsfähige Software-Medizinprodukte ähnliche Trends zu erwarten.

Maschinelles Lernen aus Daten ist eine wichtige Grundlage des Erfolgs. Von der Verfügbarkeit umfangreicher, qualitativ hochwertiger Trainingsdaten hängen Tauglichkeit und Zuverlässigkeit medizinischer KI-Anwendungen entscheidend ab. Spektakuläre Erfolge wurden bisher auf der Grundlage aufwändig kurierter und annotierter Daten erzielt (meist Bilddaten). Die Session diskutiert, ob und wie sich Routinedaten eignen; welche Maßnahmen die Datenqualität ggf. erhöhen; welche Rolle Datenintegrationszentren bei der Bereitstellung umfangreicher Daten spielen können; welche Chancen und Schwierigkeiten Data und Process Mining aus Routinedaten für KI-gestützte Prädiktive Analyse und Optimierung bieten; welche Standards die Nutzbarkeit von Routinedaten für die KI fördern.

Zielgruppe: Krankenhaus-CIOs, Leitung und Mitarbeiter der Datenintegrationszentren, Kliniker, Klinisch und medizininformatisch Forschende
Schlagworte: Künstliche Intelligenz, Versorgungsdaten, Medical Data Science

Der KH-IT e.V. hat in einer empirischen Erhebung 2018 festgestellt, dass im Bereich Krankenhaus-IT in den nächsten fünf Jahren eine Finanzierungslücke von 11,5 Milliarden Euro existiert. Die Finanzierungslücke ergibt sich aus dem immensen Nachholbedarf der budgetschwachen letzten Dekade, aus der notwendigen Ertüchtigung der Alt-IT-Systeme für die Digitalisierung, aus der eigentlichen Umsetzung der Digitalisierung und dem IT-Fachkräftemangel. Selbst wenn ein Großteil dieser Finanzmittel zugesagt werden würde, besteht momentan noch das Problem, dass die damit verbundenen Stellenbesetzungen von über 2.500 Fachkräften nicht möglich wäre. Würden dem Krankenhaus pauschale Mittel zugesagt, besteht die Gefahr darin, dass ein Großteil davon nicht bei der IT ankommen würde. Selbst bei einer Nachweispflicht für diese Mittel wäre ebenfalls nicht gesichert, dass die Mittel "on top" auf die jetzigen IT-Budgets kämen. Wenn die Digitalisierung auch im Gesundheitswesen eine strategische Zielsetzung ist, dann müssen Wege gefunden werden, wie wir diese auch erreichen.

Ist die Finanzierungslücke real existent? Wie kann eine Finanzierung erfolgen? Gibt es alternative Wege? Kommen die aktuellen, verschiedenen Fördermittel neben der Forschung auch in den kleinen Häusern zur Digitalisierung an? Macht die Förderung der zahlreichen Start-Ups Sinn, wenn deren künftigen Kunden nicht über die finanziellen Mittel verfügen, die Innovationen einzusetzen und zu betrieben?

Zielgruppe: IT-Leiter/CIO, Geschäftsführer, Kaufm. Direktoren, Controller, Verbände
Schlagworte: Finanzierungslücke, Digitalisierungsstau, Investitionsbedarf, Budgetallokation, stationäre Versorgung

„Einfach machen!“ lautet an der ein oder anderen Stelle die Antwort auf die Frage, was denn die deutsche eHealth-Strategie ausmachen würde. In den aktuellen dynamischen Zeiten kann man sicher an mancher Stelle den Überblick verlieren. Damit Ihnen dies nicht geschieht, werden in dieser Session die strategischen Perspektiven Deutschlands eingeordnet in einen europäischen Kontext und heruntergebrochen auf ganz konkrete Schritte auf dem Weg zur digitalen Gesundheitsnation. Strategische Aktivitäten zur Beförderung digitaler Gesundheitsversorgung finden sich bei einer Vielzahl an Akteuren – von der Politik bis auf Ebene einzelner Einrichtungen. Daher werden hier die strategischen Ziele einzelner europäischer Staaten und deren erfolgreiche Maßnahmen auf dem Weg dorthin beleuchtet und mit Ihnen diskutiert.

Die EPA nach § 291h SGB V wird als Akte des Patienten die Versorgung verändern - bei der Erstvorstellung im Krankenhaus oder einer Praxis wird die Anamnese deutlich erleichtert werden. Auch ist diese EPA in der Lage die Eigenverantwortung der Patienten zu stärken und ihnen Einblick in ihre Behandlungen und Krankheitsbilder zu geben. Was die EPA aber nicht kann, ist die gesicherte Behandlungsgrundlage für Kooperative Versorgungsansätze bilden. Um Akte des Patienten zu sein, muss dieser über den Inhalt frei bestimmen können, Behandlungsprozesse benötigen aber sichere Datengrundlagen. Daher muss es neben der EPA noch ein Konzept für den Datenaustausch zwischen Leistungserbringern geben. Diese Session beleuchtet solche Konzepte und stellt dar, wie diese den Nutzen der EPA ergänzen. Dabei geht es nicht um technische Konzepte sondern um den Nutzen im Rahmen der Versorgung.

Call for Papers: Es werden Vorträge gesucht, die möglichst aus Sicht von Leistungserbringern den Nutzen von leistungserbringergeführten Akten darstellen und dabei insbesondere herausarbeiten, welche Erfahrungen mit den Rückmeldungen der beteiligten Patienten gemacht wurden. Präferiert werden Vorträge von Ärztinnen und Ärzten oder Patientinnen und Patienten.

Zielgruppe: Ärzte, Krankenhausleiter, Krankenhausentscheider, Arztnetz-Verantwortliche, KIS & PVS-Hersteller

In dieser Session werden Praxisberichte zur Umsetzung von Informationssicherheit in Kliniken vorgestellt. Ebenfalls wird über Erfahrungen aus dem Prüfnachweis gemäß IT-Sicherheitsgesetz berichtet.

Zielgruppe: CIO, CISO, IT-Leiter, IT-Sicherheitsbeauftragte, Geschäftsführer, IT-Sicherheitsberater
Schlagworte: IT-Sicherheit, IT-Sicherheitsgesetz, KRITIS, Branchenspezifischer Sicherheitsstandard, B3S, Prüfnachweis, Informationssicherheit

E-Health Anwendungen sind nicht mehr wegzudenken und mit ihnen haben auch neue Geschäftsmodelle Einzug in den traditionellen Gesundheitsmarkt gehalten. Wer erfolgreich sein will, muss die strategischen Pfeiler kennen, die es zu bedenken gilt, um Innovationen in den Markt zu bringen. Der Schritt zum funktionierenden Geschäftsmodell geht dabei für die Hersteller digitaler Anwendungen nicht ohne die entsprechende Nutzenbewertung.

Denn mit dem Digitalen-Versorgungs-Gesetz – kurz DVG – kommt nun Anfang 2020 eine neue Erstattungsmöglichkeit in den Markt. Aber nicht nur für die Hersteller der digitalen Gesundheitswendungen birgt das neue Gesetz eine große Chance, auch für die gesamte Health IT Branche, hat das DVG eine Signalwirkung.

Wir möchten alle einladen sich mit uns gemeinsam die Herausforderungen der neuen Nutzenbewertung von allen Seiten zu betrachten . Wie geht man aus regulatorischer Sicht mit fluiden Medizinprodukten und kurzen Entwicklungszyklen um, die eine schnelle Markteinführung benötigen? Und was bedeutet das auf der anderen Seite für die Hersteller solche Anwendungen, die sich in komplexe Versorgungsformen integrieren müssen?

Anhand von Praxisbeispielen möchten wir die ersten Erfahrungen von Unternehmen im Rahmen des DVGs teilen und aufzeigen, wie Wege in den Markt über eine umfassende, aber pragmatische Nutzenbewertung in die Erstattung gestaltet werden können. Die Stichwörter Pay for Performance, Value Based Healthcare oder Real World Evidence, geistern schon lange im Gesundheitswesen. Mit den digitalen Gesundheitsanwendungen und einem neugestalteten Erstattungsprozess besteht nun die Möglichkeit diese Ansätze auch in die Realität umzusetzen.

Call for Papers: Alle Unternehmen aus dem DVG Kontext, insbesondere die Hersteller digitaler Gesundheitsanwendungen, sind eingeladen mit uns über die Herausforderungen der neuen digitalen Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen zu diskutieren und ihre ersten Erfahrungen und Herangehensweisen zur Nutzenbewertung im Rahmen des DiGa Verzeichnisses mit uns zu teilen. Wie sieht das methodische Design aus, welche Datengrundlagen werden zurate gezogen und wie spielen Geschäftsmodell und Nutzenbewertung zusammen?

Zielgruppe: Leistungserbringer, Kostenträger, Hersteller digitaler Gesundheitsanwendungen

Die MDR stellt Hersteller und Anwender vor neue Herausforderungen. Softwareanwendungen müssen entweder höher klassifiziert werden oder werden erstmals überhaupt ein Medizinprodukt. Die Session möchte einen aktuellen Stand über die Situation vermitteln und dabei alle relevanten Stakeholder der Thematik einbeziehen.

Zielgruppe: Krankenhaus-IT, Management, Unternehmen, Verbände

Schlagworte:MDR, neue Anforderungen

Ziel der Session ist es, die aktuelle und absehbare Nutzung des FHIR Standards in Deutschland darzustellen. Dabei sollen folgende Aspekte betrachtet werden:

  • FHIR-Ressourcen und -Profilierungen,
  • FHIR zur Abbildung von granularen Informationsobjekten,
  • Aggregation von FHIR-Ressourcen für medizinische Dokumentationsobjekte wie z.B. Arztbrief, Befund, Basisdatensatz,
  • Bedeutung von FHIR in Bezug auf die Weiterentwicklung von HL7 V2.x Nachrichten,
  • die Extraktion von Inhalten z.B. aus Dokumenten in FHIR Ressourcen,
  • FHIR in Apps und zur Interaktion zwischen Patienten und Leistungserbringern,
  • FHIR-Ressourcen als Bestandteil und zum Datenaustausch in elektronischen Akten, und
  • Aufbau und Betrieb von FHIR-Repositories.

Call for Papers: Beiträge sollen mindestens einen der oben genannten Aspekte klar adressieren. Sie sollen sich dabei möglichst auf eine erfolgte Umsetzung beziehen und vor allem auf die dabei gemachten Erfahrungen eingehen, also Chancen und Defizite aufzeigen und zudem Stellung zur erreichten Interoperabilität nehmen.

Robotik und Künstliche Intelligenz werden die Medizin als auch unsere Welt grundlegend verändern wie nur wenige Technologien davor.
Diese Session zeigt auf, was heute schon im Einsatz ist, woran gearbeitet und was morgen kommen wird.

Zielgruppe: alle, medizinische Anwender, Medizintechniker, Investitionsentscheider, Pflegekräfte, Investoren
Schlagworte: Robotik, Medizintechnik, Roboter, KI, Künstliche Intelligenz, Unterstützungssysteme, OP-Roboter

Interoperabilität ist eine der zentralen Voraussetzungen um die von der Gesundheits-IT seit Jahren versprochenen Vorteile tatsächlich nutzen zu können. Dabei umfasst der Begriff „Interoperabilität“ deutlich mehr, als branchenspezifische, technische Standards wie z.B. FHIR oder CDA oder medizinische Ordnungssysteme wie z.B. LOINC oder SNOMED CT. Um eHealth-Services in einem vernetzten Gesundheitssystem nutzbar zu machen, bedarf es insbesondere organisatorischer Abstimmungen und Vereinbarungen der Akteure.

In der Session „Interoperabilität und Vernetzung“ soll gezeigt werden, wie jenseits der Technik interoperable Lösungen bereits realisiert worden sind. Wie wurden die Benutzer eingebunden und deren Prozesse analysiert und angepasst? Welche regulatorischen Rahmenbedingungen (Gesetze, Selbstverwaltung..) wirkten fördernd, welche wirkten hindernd? Welche Businessmodelle gibt es, also wer profitiert in welchem Maße davon? Ist dies meßbar? Wie war das Vorgehen bei Ausschreibungen? Welche Skills und Zertifizierungen sind erforderlich oder wünschenswert, sowohl in Bezug auf IT-Systeme als auch für Personen?

Beispielhafte Titel von möglichen Vorträgen:

  • Der lange aber lohnende Weg der automatischen Web-Terminbuchung für Niedergelassene und Patienten an der Glottertalklinik
  • Wie wir ein historisch gewachsenes KIS auf FHIR umstellten und dabei die Usability verbesserten – KIS Anbieter XY

Zielgruppe: Hersteller und Anwender von eHealth-Lösungen, Entscheider, Politik und Regelsetzung
Schlagworte: Interoperabilität, Standardisierung, Businessmodelle, eHealth-Dienste

Künftig werden Ärzte Arzneimittel elektronisch verordnen können, so sieht es das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) vor. Hierzu stellen sich Fragen von den organisatorischen, prozessualen Aspekten bis hin zur Standardisierung der Rezeptangaben und der dazu notwendigen semantischen Festlegungen von Identifiern für Produkte und Wirkstoffe und die Abbildung komplizierter Dosierungen über alle Primärsysteme hinweg. Wie kann vor diesem Hintergrund ein realistischer Zeitplan aussehen und wird ein grenzüberschreitender Austausch möglich sein? Diese Aspekte sollen in der Session vorgestellt und diskutiert werden.

Zielgruppe: Mitarbeiter von Primärsystem-Herstellern, Krankenhaus-IT-Mitarbeiter, Praxis-IT-Verantwortliche, Apotheker, Ärzte
Schlagworte: eHealth, eRezept, eVerordnung, Medikation, Standardisierung, Wertebeitrag

Ab dem 1. Januar 2021 sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte gemäß §291a SGB V (ePA) anzubieten, deren Spezifikation durch die gematik im Sommer 2019 verabschiedet wurde. Dabei soll die ePA nicht nur als Speicher für Dokumente, die Patienten als relevant erachten, dienen, sondern auch die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen Versicherten und Leistungserbringern erleichtern.

In der Session soll auf die Implikationen eingegangen werden, die mit der Einführung der ePA für Patienten, Ärzte, Pflegekräfte, Kliniken und Krankenkassen ab 2021 zukommen. Welche Nutzen generiert die ePA für die Patienten und welche Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein? Aber welchen Mehrwert stiftet die ePA auch für die Leistungserbringer und welche technischen, semantischen und fachlichen Vorgaben gilt es dafür zu erfüllen? Wie können Primärsysteme wie KIS oder PVS einen für die Nutzer sinnvollen Zugang auf die EPA gewähren? Wie ist die Interoperabilität zwischen den EPA unterschiedlicher Versicherungen garantiert? Diese Fragen sollen in der Session diskutiert werden.

Zielgruppe: IT-Leiter Kliniken, PVS-/KIS-Anbieter, Patienten, Ärzte, Klinikmanagement, GKV
Schlagworte: elektronische Patientenakte, Interoperabilität, Vernetzung, digitale Versorgung, gematik

„Ich geh mal schnell zum Arzt“ – eine Redewendung, die ein Stückweit die Realität der medizinischen Versorgung vergangener Jahrzehnte in Deutschland widerspiegelt. Man fühlt sich krank und geht - fußläufig - zum nächsterreichbaren Arzt, in der Hoffnung, rasch vorgelassen und ggfs. auch unverzüglich behandelt zu werden. Dieses Modell stößt bereits in der Gegenwart an seine Grenzen und wird in Zukunft erst recht nicht mehr realisierbar sein. Schuld daran ist nach landläufiger Meinung ein zukünftiger Mangel an verfügbaren Ärzten. „Telemedizin“ wird dabei vielfach als Lösungsoption angeführt, ohne genauer zu definieren, wie diese konkret aussehen soll. Diese Sitzung will zumindest Teilantworten auf diese Fragen bieten.

Denn allein die Verlagerung der Kommunikation zwischen Arzt und Patient aus dem Ordinationszimmer auf Telekommunikationsmedien in Form der Videosprechstunde schafft keine Erweiterung von ärztlichen Ressourcen. Die großen Chancen der Telemedizin eröffnen sich vielmehr durch Verhinderung, Verzögerung, zumindest aber Früherkennung einer manifesten Erkrankung mit dem Ziel, den Behandlungsaufwand zu minimieren. Aber auch bei bereits manifester Erkrankung können mit Hilfe der Telemedizin Behandlungsverläufe optimiert - und ein bestmögliches Patienten-Outcome sichergestellt werden.

Dabei sind zahlreiche technische, organisatorische, wirtschaftliche und rechtliche Herausforderungen wie z. B. Datenschutz, Datensicherheit, Standardisierung, Interoperabilität, Medical Device Regulation, Nutzen und Kosten zu beachten. In der Session sollen aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Telemedizin sowie ihre Herausforderungen präsentiert und diskutiert werden.

Zielgruppe: Ärzte, Pflegeberufe, Krankenhäuser, Praxen, Pflegeeinrichtungen, Industrie, Lehre und Forschung
Schlagworte: telemedizinische Anwendungen, Fernbehandlung, Telemonitoring, Arzt-Patienten-Kommunikation, Herausforderungen der Telemedizin

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat jede gesetzliche Krankenkasse ihren Versicherten zum 01.01.2021 eine elektronische Patientenakte (ePA) anzubieten. Über die Telematikinfrastruktur oder über mobilen Zugriff (Apps) haben die Versicherten bzw. Patienten damit Zugriff auf individuelle gesundheitsbezogene Daten. Im ersten Schritt soll die ePA Notfalldaten, eMP- bzw. AMTS-Daten (elektronischer Medikationsplan/Arzneimitteltherapiesicherheit) sowie Arztbriefe beinhalten. Dabei entscheiden die Versicherten selbst darüber, ob sie eine Patientenakte nutzen wollen und welche Daten in ihre Patientenakte eingestellt werden. Mit der ePA sollen medizinische Daten aus der vertragsärztlichen Versorgung vom Versicherten Berechtigten zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich können Versicherte selbst Dokumente einstellen und mit berechtigten Leistungserbringern austauschen.

Darüber hinaus ermöglicht das TSVG den Krankenkassen, ihren Versicherten in der zugelassenen elektronischen Patientenakte zusätzliche Inhalte zur Verfügung zu stellen und auf Wunsch individuelle Versorgungsangebote zu machen.

Krankenkassen haben in den vergangenen Jahren bereits entsprechende elektronische Gesundheitsakten (eGA) mit unterschiedlichen Lösungsansätzen entwickelt. In dieser Session sollen diese vorgestellt und darüber hinaus diskutiert werden, inwieweit

  • die unterschiedlichen Konzepte miteinander verknüpft und im Rahmen der TI ausgetauscht werden können,
  • eine Weiterverarbeitung von Daten aus Dokumenten, die in einer ePA bereitgestellt wurden, ermöglicht werden soll,
  • die in der ePA gespeicherten Daten zur Verbesserung von Behandlungsprozessen in pseudonymisierter oder anonymisierter Form für die Forschung und Entwicklung z.B. neuer Versorgungsprozesse genutzt werden können und
  • die ePA „lernende Systeme“ beinhalten und im Zuge der KI verwendet werden.

Call for Papers: Das Call for Papers richtet sich in erster Linie an Vertretern von gesetzlichen Krankenversicherungen, die bereits eine entsprechende ePA oder eGA entwickelt und erste Erfahrungen gesammelt haben.

Zielgruppe: Krankenversicherer, Vertreter der Gesundheitspolitik, Patientenvertreter, IT-Anbieter
Schlagworte: ePA, elektronische Patientenakte, eGA, elektronische Gesundheitsakte, TSVG, Patientendaten, Telematikinfrastruktur

Kongress
Call for Papers
14.10. bis 15.11.2019

Kontakt

Juliane Müller
juliane.mueller@bvitg.de
T +49 30 2062258-57

Technische Rückfragen Formular:
Andrea Hillmann
andrea.hillmann@messe-berlin.de
T +49 30 3038-2259

Die Ausarbeitung des Kongressprogramms erfolgt durch einen Beirat, der sich aus Akteuren der Wissenschaft, der Politik, der Anwender, der Industrie und der Kostenträger formiert.

Bitte beachten Sie folgendes

  • Anwendervorträge sind besonders wünschenswert
  • Produkt-, Werbe- und Marketingvorträge sind nicht zugelassen
  • Nur vollständige und unseren Vorgaben entsprechende Bewerbungen können berücksichtigt werden
  • Informationen für Speaker (PDF, 138,6 kB)